Allgemeines


Im Propsteiarchiv ist umfangreiches Aktenmaterial über das Schulwesen Mattighofens vorhanden. 1438 ist die Errichtung einer Stiftsschule mit der Errichtung eines Kollegiatstiftes in Zusammenhang zu bringen. Hundert Jahre später gibt es erst Hinweise auf eine zweite Schule, die Marktschule.


Das Schulhaus der Lateinschule war gegen Ende des 16. Jh. sehr baufällig. Deshalb wurde die Schule in das Holl-Haus (Römerstraße 7) verlegt und bis zur Auflösung der Stiftschule seinen Zweck erfüllte.
Unter Maria Theresia wurde 1774 die „Allgemeine Schulordnung“ erlassen. Religion, Lesen, Schreiben, Rechnen, Anleitung zur Rechenschaft und Wirtschaft galten als damalige Lehrgegenstände. Ihr Sohn Jospeh II ließ 1781, nach 350jährigen Bestehen, die Stiftsschule zusperren.


Mit Dekret vom 25. Oktober 1782 wurde angeordnet, dass Pfarr- und Marktschule zu vereinigen und die Kinder im Oberhaus  zu unterrichten seien. Ob die Schule dann tatsächlich in das Oberhaus verlegt worden war, oder in der Römerstraße verblieb kann nicht mehr nachgewiesen werden.
1889/90 besuchten 506 Kinder die kleine Volksschule, es waren die Klassenzimmer viel zu klein. Nach jahrelangen Kampf konnte endlich am 3. November 1906 die Einweihung der neuen Volksschule an der Salzburger Straße stattfinden.